Die Heidelbeere ‘Bluecrop’ gilt als die wertvollste und weltweit am häufigsten gepflanzte Sorte. Sie ist eine mittel‑früh reifende Fruchtsorte, die Beeren mit hohem Nährwert und geringem Kaloriengehalt trägt. Dank ihrer festen Schale eignet sie sich hervorragend für den Transport und verträgt auch lange Lieferzeiten. Sie fruchtet reichlich, ist frosthart und stellt geringe Standortansprüche. Ein Glas frischer Heidelbeeren deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.
Verwendung: Die Früchte sind sehr schmackhaft, süß‑weinartig und besonders für den Rohverzehr empfohlen, da sie reich an Pektinen, Mineralstoffen und Vitaminen sind, die bei der Vorbeugung und Behandlung von Magen‑Darm‑, Herz‑ und Augenerkrankungen hilfreich sind. Sie ist frosthart von –28 °C bis –34 °C; nur ein Temperaturabfall auf –7 °C während der Blüte kann den Ertrag mindern. Der Wuchs ist mittelstark, die Pflanzen erreichen 160–200 cm Höhe.
Blüte: Mittelgroße, krugförmige Blüten. Die Kronblätter ungeöffneter Blüten sind rosa getönt, ältere Blüten weißlich. Die Kelchblätter sind rosa und liegen an der Krone an. Die Stiele sind dünn, mittellang, oft rosa gefärbt. Die Blätter sind lanzettlich, länglich, stark geadert; junge Blätter rosa getönt, ältere intensiv grün.
Reife und Frucht: Mittlere Reifezeit, in der Landesmitte Ende Juli bis Anfang August. Die Früchte sind groß, kugelig, oft leicht abgeflacht, in großen, lockeren, gleichmäßigen Trauben. Hellblau mit starkem Wachsbloom. Das Fruchtfleisch ist grünlich‑gelb, unter der Schale leicht rosa, fest, mäßig aromatisch, süß‑weinartig und sehr schmackhaft. Überreife Früchte fallen ab. Sehr starker Ertrag kann zu kleineren Früchten führen, daher wird ein intensiver Schnitt nach der Ernte empfohlen. Unter Fruchtlast auseinanderfallende Triebe sollten angebunden werden. Die feste Schale kann bei langanhaltendem Regen gelegentlich aufplatzen.
Standort: Bevorzugt werden Plätze, an denen sich der Boden auf 18–21 °C erwärmt.
Pflege: Saure, humusreiche, luftige, durchlässige und gleichmäßig feuchte Böden.
Schnitt: In den ersten Jahren kranke, schwache und gebrochene Triebe entfernen und Neutriebe einkürzen.